
Transformation
Verbundenes Atmen (Connected Breathing): Die Technik hinter der Atemreise
Verbundenes Atmen, im Englischen Connected Breathing genannt, beschreibt einen Atemrhythmus ohne Pause zwischen Ein- und Ausatmung. Die Einatmung geht direkt und fließend in die Ausatmung über, und umgekehrt, sodass ein durchgehender, kreisförmiger Atemfluss entsteht. Diese Grundtechnik ist das gemeinsame Element hinter so unterschiedlichen Praxisformen wie Stanislav Grofs Holotropic Breathwork und Leonard Orrs Rebirthing, siehe Was ist transformative Atemarbeit?.
Warum diese Kontinuität wichtig ist
Im normalen Alltag entstehen zwischen den einzelnen Atemphasen kleine, meist unbewusste Mikropausen. Diese Pausen fallen beim verbundenen Atmen bewusst weg. Über einen längeren Zeitraum praktiziert, führt dieser durchgehende Rhythmus zu einer veränderten Atemchemie im Körper, unter anderem einer Verschiebung des CO2-Spiegels, die intensivere körperliche Empfindungen und einen veränderten Bewusstseinszustand auslösen kann.
Wie sich das anfühlt
Die Erfahrungen variieren stark von Person zu Person und auch von Session zu Session bei derselben Person. Häufig berichtete Empfindungen sind Kribbeln in Händen, Füßen oder im Gesicht, ein Gefühl von Weite oder Schwere im Körper, manchmal auch Verspannungen in Händen oder Unterarmen, die sogenannte Tetanie. Diese körperlichen Reaktionen sind bekannt und in der Regel harmlos, können sich aber ungewohnt anfühlen, wenn man sie zum ersten Mal erlebt.
Warum eine Begleitung wichtig ist
Weil verbundenes Atmen intensive körperliche und emotionale Reaktionen auslösen kann, findet diese Praxis idealerweise in einem sicheren, begleiteten Rahmen statt, mit einer Person, die mit den möglichen Reaktionen vertraut ist und bei Bedarf unterstützend eingreifen kann. Unbegleitetes, eigenständiges Üben dieser Technik wird nicht empfohlen, insbesondere nicht für Einsteiger.
Wie eine typische Session konkret abläuft, beschreibt der Artikel Was passiert bei einer Atemreise?. Für den direkten Einstieg findest du die kommenden Termine unter Events.
Häufige Fragen
Was ist verbundenes Atmen?
Ein Atemrhythmus ohne Pause zwischen Ein- und Ausatmung. Die Einatmung geht direkt und fließend in die Ausatmung über und umgekehrt, sodass ein durchgehender, kreisförmiger Atemfluss entsteht. Es ist die gemeinsame Grundtechnik hinter Holotropic Breathwork und Rebirthing.
Warum ist die Pausenlosigkeit entscheidend?
Im Alltag entstehen zwischen den Atemphasen kleine, meist unbewusste Mikropausen. Diese fallen beim verbundenen Atmen bewusst weg. Über einen längeren Zeitraum führt das zu einer veränderten Atemchemie, unter anderem einer Verschiebung des CO2-Spiegels.
Was spürt man dabei körperlich?
Die Erfahrungen variieren stark von Person zu Person und von Session zu Session. Häufig berichtet werden Kribbeln in Händen, Füßen oder im Gesicht, ein Gefühl von Weite oder Schwere im Körper, manchmal auch Verspannungen in Händen oder Unterarmen, die sogenannte Tetanie. Diese Reaktionen sind bekannt und in der Regel harmlos.
Dieser Artikel ordnet allgemein verfügbares Wissen ein und ersetzt keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor Beginn einer neuen Atempraxis sprich im Zweifel mit deinem Arzt/deiner Ärztin oder deinem Therapeuten/deiner Therapeutin.

Über den Autor
Nils Hammann
Breathwork-Coach aus Bielefeld. Begleitet Menschen behutsam durch tiefere Atemreisen und intensivere Prozesse.
Mehr über Nils →Nächster Schritt
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