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Ist Breathwork gefährlich? Eine ehrliche Einordnung
Bei einer Praxis, die intensive körperliche und emotionale Reaktionen auslösen kann, ist die Frage nach der Sicherheit berechtigt und wichtig. Die ehrliche Antwort: Für die meisten gesunden Erwachsenen ist intensive Atemarbeit sicher, wenn sie unter fachkundiger Begleitung und mit vorheriger Abklärung gesundheitlicher Voraussetzungen stattfindet. Für bestimmte Personengruppen gilt das nicht, und das sollte klar kommuniziert werden.
Warum bestimmte Voraussetzungen relevant sind
Verbundenes Atmen verändert die Atemchemie im Körper spürbar, unter anderem den CO2-Spiegel und die Durchblutung bestimmter Körperregionen. Für Menschen mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unbehandeltem Bluthochdruck, Epilepsie, schweren psychiatrischen Erkrankungen, während der Schwangerschaft oder bei bestimmten Augenerkrankungen wie Glaukom kann diese Veränderung ein zusätzliches Risiko darstellen. Eine vollständige, aktuelle Liste findest du auf der Seite Kontraindikationen, die du vor jeder Teilnahme lesen solltest.
Warum Begleitung den Unterschied macht
Eine geschulte Begleitung kennt die typischen körperlichen Reaktionen, kann bei Bedarf unterstützend eingreifen und schafft einen Rahmen, in dem sich Teilnehmende sicher fühlen können, auch wenn intensive Empfindungen auftreten. Unbegleitetes, eigenständiges Praktizieren von verbundenem Atmen ohne vorherige Anleitung wird nicht empfohlen.
Was bei den meisten Menschen tatsächlich passiert
Für die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden ohne relevante Vorerkrankungen verläuft eine Atemreise ohne ernsthafte Komplikationen, mit einer Bandbreite von tiefer Entspannung bis zu intensiveren, aber gut handhabbaren körperlichen und emotionalen Erfahrungen. Kurzfristiges Kribbeln oder muskuläre Verspannung in Händen, bekannt als Tetanie, sind bekannte, in der Regel harmlose Begleiterscheinungen des veränderten Atemrhythmus. Eine Meta-Analyse randomisierter Studien zu Breathwork und Stress kommt zu einem insgesamt positiven Sicherheitsbild, mit nur selten berichteten, meist vorübergehenden Nebeneffekten1.
Warum immer mehr Menschen zu Atemarbeit greifen
Der Wunsch nach wirksamen, nicht-medikamentösen Wegen zur Stressregulation wächst spürbar, und Atemarbeit gehört zu den am besten erforschten Werkzeugen dafür. Du brauchst kein Gerät, kein Rezept und keine Anlaufzeit, nur deinen eigenen Atem, den du überall und jederzeit einsetzen kannst. Die wachsende Zahl an Studien, wie die oben zitierte Meta-Analyse1, bestätigt, was viele Praktizierende längst erleben: einen direkten, spürbaren Zugang zum eigenen Nervensystem, trainierbar wie ein Muskel.
Wenn du unsicher bist, ob intensive Atemarbeit für dich geeignet ist, ist ein vorheriges persönliches Gespräch der beste Weg, das zu klären. Buche dafür gerne eine Einzelsession oder melde dich vorab per Kontaktformular.
Quelle
1. Fincham, G. W. et al. (2023): Effect of breathwork on stress and mental health: A meta-analysis of randomised-controlled trials, Scientific Reports.
Häufige Fragen
Ist Breathwork gefährlich?
Für die meisten gesunden Erwachsenen ist intensive Atemarbeit sicher, wenn sie unter fachkundiger Begleitung und mit vorheriger Abklärung gesundheitlicher Voraussetzungen stattfindet. Für bestimmte Personengruppen gilt das nicht, und das sollte klar kommuniziert werden.
Für wen ist intensive Atemarbeit nicht geeignet?
Verbundenes Atmen verändert die Atemchemie spürbar, unter anderem den CO2-Spiegel und die Durchblutung bestimmter Körperregionen. Bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unbehandeltem Bluthochdruck, Epilepsie, schweren psychiatrischen Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Augenerkrankungen wie Glaukom kann das ein zusätzliches Risiko darstellen. Die vollständige, aktuelle Liste steht auf der Seite Kontraindikationen und sollte vor jeder Teilnahme gelesen werden.
Kann man verbundenes Atmen allein zu Hause üben?
Unbegleitetes, eigenständiges Praktizieren von verbundenem Atmen ohne vorherige Anleitung wird nicht empfohlen. Eine geschulte Begleitung kennt die typischen körperlichen Reaktionen, kann bei Bedarf unterstützend eingreifen und schafft einen Rahmen, in dem auch intensive Empfindungen sicher aufgefangen werden.
Dieser Artikel ordnet allgemein verfügbares Wissen ein und ersetzt keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor Beginn einer neuen Atempraxis sprich im Zweifel mit deinem Arzt/deiner Ärztin oder deinem Therapeuten/deiner Therapeutin.

Über den Autor
Nils Hammann
Breathwork-Coach aus Bielefeld. Begleitet Menschen behutsam durch tiefere Atemreisen und intensivere Prozesse.
Mehr über Nils →Nächster Schritt
Theorie ist gut. Erleben ist besser.
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